| Oktober 2009 |
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Einerseits wollte ich Marion und Zwingli und deren Arbeit kennenlernen, andererseits Arbeit und Reisen verbinden. Des weiteren sollte mir das Praktikum dazu dienen, herauszufinden, ob ich in einem Dritte Welt-Land als Ärztin arbeiten könnte. Da schien mir das sehr kleine Krankenhaus (ca. 60 Betten, max. 6 Ärzte) passend, das einen Umkreis von ca. 200 km abdeckt und sowohl Township-, als auch Mobile Kliniken besitzt. Vor meiner Ankunft in Südafrika bekam ich lediglich die Adresse eines Wohnheims, in dem ich untergebracht werden sollte und den Namen eines Arztes genannt, der auf mich warten würde. Ich wusste überhaupt nicht, was mich erwarten würde. So betete ich, dass Gott alles recht machen und alles für mich vorbereiten soll. Im Krankenhaus abends angekommen, war der zuständige Arzt nicht da. Niemand rechnete so wirklich mit mir, selbst die anderen Ärzte waren bereits gegangen. Dafür war eine Frau, Maggie, im Krankenhaus, die dort noch arbeitete. Sie besorgte den Wohnheimschlüssel- doch der passte nicht. Letztenendes hieß es, dass momentan kein Zimmer für mich frei sei und falls es dann frei wird, dann müsste ich das Bad mit 3 schwarzen Männern teilen. Maggie meinte, wenn ich ihre Tochter wäre, könnte sie kein Auge zumachen, wenn ich dort wohnen würde. So nahm sie mich kurzerhand zu sich nach Hause. Sie zeigte mir ihr Gästezimmer mit eigenem Bad, welches einem Hotelzimmer glich. Alles war fein säuberlich vorbereitet, so als ob sie die ganze Zeit schon auf mich gewartet hätte. Bei Maggie durfte ich die ganze Zeit über wohnen und zum Krankenhaus waren es nur wenige Gehminuten. Sie erzählte mir, dass sie normalerweise nicht mehr um diese Uhrzeit im Krankenhaus gewesen wäre, aber jetzt weiß sie, warum sie so lange dort gearbeitet hatte. Das hatte alles seinen Grund. Maggie nahm mich in ihr Haus auf, obwohl ich eine Fremde für sie war. Ich war so überwältigt von ihrer Gastfreundschaft und so beeindruckt, was Gott aus meinem Gebet gemacht hat! Das Interessante ist, dass Maggie auch Christ ist und dass Zwingli mal in ihrer Gemeinde gepredigt hatte und ihn daher etwas kannte. Ich bin Gott so dankbar, dass er mein Gebet auf diese Art und Weise erhört hat! Mit Zwingli ging ich öfters zu den Townshipeinsätzen. Meistens kamen ca. 100 Leute zusammen, die bereits fröhlich und laut sangen, als wir anrückten. Es war so erstaunlich zu sehen, wie viele Wunder geschahen, nachdem für sie gebetet wurde und wie offen die Menschen fürs Evangelium waren. Viele entschieden sich für Jesus und wurden von Schmerzen, Bedrückung und Abhängigkeiten befreit. Hier ein Beispiel, das sehr eindrücklich war: Eine Frau konnte aufgrund eines Unfalls 12 Jahre lang nicht richtig sehen und daher kaum mehr lesen. Nachdem Zwingli für sie gebetet hatte, lies sie vor der ganzen Versammlung laut aus der Bibel vor! Hanna Jemima Segeritz |
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